| Gruppenkampfrichterlehrgang im Rheinland |
| KOBLENZ. Am ersten Adventwochenende Ende November 2009 trafen sich die Kampfrichter der Gruppe Südwest in Koblenz zur jährlichen Fortbildung. |
Außer den Bundes A und B Kampfrichtern der Gruppe Südwest waren auch ehemalige Bundeskampfrichter und Kampfrichter der Nachbarländer Luxemburg, Frankreich und eine Kampfrichterin aus der Türkei anwesend, die zur Zeit in Deutschland lebt.
Nach ein paar Grußworten des Gruppenkampfrichterreferenten Frank Doetsch begann Lehrgang mit den Regel-Neuerungen für 2010. Die Neuerung des Griffverbots unterhalb des Gürtels ergab eine große und kontroverse Diskussion, die letztendlich aber auf das Wesentliche geführt wurde.
Anschließend wurden die Augen der Kampfrichter mit mehren Kampfanalysen der vergangen Wettkampfsaison geschult. Hier konnten die Kampfrichter untereinander die eine oder andere Entscheidung diskutieren, erläutern oder auch klarstellen. Brennpunkt war hier die geforderte konsequente Bestrafung, insbesondere der richtige Zeitpunkt, wann diese gegeben werden sollten. Dies wird auch im kommenden Jahr nochmal verschärft werden. Nach einem Mittagessen ging es dann mit Wettkampfanalysen weiter. Hier wurden noch einmal Probleme mit der Interpretation der Neuregelung des Greifens unterhalb des Gürtels und dessen Ausnahmen aufgelöst.
Bevor der erste Tag sein Ende mit einem gemütlichen Beisammensein gefunden hatte stand die Leistungsüberprüfung an. Für die Kampfrichter die im kommenden Jahr die Bundeskampfrichter B Lizenz erwerben möchten, war dies gleichzeitig die schriftliche Prüfung.
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Am nächsten Morgen ging es dann wieder frisch ans Werk. Nur durch das stetige Schulen der Augen unter den Aspekten der Regularien kann die Fehlerhäufigkeit verringert werden. Aus diesem Grund wurden viele Kämpfe in ihre einzelnen Phasen zerlegt und so analysiert.
Im Anschluss dann wurde der Fragebogen, der gut ausgefallen ist, besprochen. Die Landeskampfrichter Referenten Stefan Mautes (Saarland), Jürgen Albert (Pfalz), Rudolf Rittiger (Hessen) und auch Frank Doetsch (Rheinland) konnten ihren B-Anwärtern die freudige Mitteilung machen, dass der erste Schritt, die theoretische Prüfung zum Erwerb der B-Lizenz bestanden hatten.
In diesem Rahmen wurde auch der Bundeskampfrichter und Bezirkskampfrichter Referent Rheinhessen/Nahe Wilfried Hoffmann offiziell vom Deutschen Judo Bund für seinen langjährigen Einsatz geehrt. Frank Doetsch dankte ihm für seinen gezeigtem Einsatz auf der Gruppenebene und überreichte ihm die Urkunde sowie ein kleines Präsent.
Unter Anderem wurde auch bekannt gegeben, dass Frank Doetsch sich im nächsten Jahr zur Prüfung der Internationalen Kampfrichter B stellen wird.
Alle Kampfrichter waren sich einig, dass sie sich zwar mit diesem zweitägigen anstrengenden aber auch interessanten Lehrgang die Theorie der Neuregelungen für das kommende Wettkampfjahr angeeignet haben, jedoch das eigentliche Schulen die Ausführung und Anwendung erst in der Praxis vollzogen wird.
(AG/DN)
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| erstellt: Dirk Neibecker, 29.11.2009 |
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