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Ha-Jime in der ring°arena am Nürburgring
Marcel Weil vom Mombacher TV wird Deutscher Meister der männlichen Jugend unter 17 Jahren in der Gewichtsklasse bis 90 kg
„Ha-Jime“ hallte es am vergangenen Wochenende immer wieder durch die neue ring°arena des Nürburgrings. Mit Ha-Jime fordert der Kampfrichter den Judoka zum Kampfbeginn auf. Es fanden die Deutschen Einzelmeisterschaften der weiblichen und männlichen Jugend unter 17 Jahren statt. Es gingen insgesamt 454 Athleten aus sämtlichen Bundesländern an den Start, die sich für diese Meisterschaft vorab in ihren Verbänden für diesen Wettkampf qualifiziert hatten. Marcel Weil aus dem Rheinland konnte selbst Orkan-Sturm Xynthia nicht von der Matte fegen. Dazu gingen noch drei weitere Bronce-Medaillen in das Rheinland.

Das wohl größte Sportereignis des Judoverbands Rheinland als Ausrichter der Deutschen Einzelmeisterschaft U17 begeisterte Athleten und Betreuer, Funktionäre und Ehrengäste sowie Besucher gleicher Maßen. In der Indoor-Arena standen ca. 2.000 qm den Judoka und den Organisatoren für die Wettkämpfe zur Verfügung. Zusätzlich wurde den jungen Wettkämpfern und ihren insgesamt ca. 150 Betreuern ein großzügiger Aufwärmraum mit 361 qm Mattenfläche zur Verfügung gestellt.

Ebenso von der Unterbringung in den Hotels und Ferienhäusern mit ihrem ansprechenden Flair in dem neu errichteten Areal des Nürburgringes waren Kämpfer, Betreuer, Kampfrichter, Funktionäre und die vielen Helfer begeistert. Der Service war sehr gut, freundlich und flexibel. Die Abendgestaltung mit ihrer Vielseitigkeit ließ keinen Wunsch offen.

Auch die Ehrengäste aus dem Judosport, Politik, Sportbünden und Sponsoren waren erstaunt über die Atmosphäre dieses sportlichen Ereignisses, das schon fast den Eindruck eines internationalen Turniers vermittelte. Auch die Präsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Frau Karin Augustin, war von dem Ambiente der Austragungsstätte sehr überzeugt. Sie würde die Nutzung der ring°arena auch für Sportarten von anderen Verbänden sehr begrüßen und ggfs. auch unterstützen.

Das Wettkampfgeschehen begann am Samstag für die weiblichen Judoka. Für den Judoverband Rheinland waren am Start: Fabienne Binder (JC Neuwied, -40 kg), Sarina Schellert (JC Neuwied, -40 kg), Clara-Tabea Schneider (JC Neuwied, -44 kg), Lea Schaeffer (JJC Mendig, -48 kg), Olga Adam (TV 1860 Nassau, -57 kg), Nicole Melcher (JC Vulkaneifel, -57 kg), Judith Bühler (PST Trier, -63 kg), Thabita Rodewies (JC Neuwied, -70 kg), Anna Pesterov (TV 1860 Nassau, -78 kg), Katharina Stube (SV Urmitz, -78 kg).

Engagiert und hoch motiviert gingen unsere Kämpferinnen auf die Kampffläche. Während Olga Adam, Judith Bühler, Nicole Melcher, Thabita Rodewies, Lea Schaeffer, Clara-Tabea Schneider und Katharina Stube – teils übermotiviert vor eigenem Publikum – einen schlechten Start hatten und frühzeitig ausschieden, konnte sich Fabienne Binder (-40 kg) nach einem gewonnenen und einen verlorenen Kampf über die Trostrunde bis ins Viertelfinale vorkämpfen, wo sie leider durch Anna-Sophia Wispel aus Thüringen gestoppt wurde. Am Ende stand jedoch ein verdienter 7. Platz in der Ergebnisliste.

Ihre Verbandskolleginnen Anna Pesterov (-78 kg) und Sarina Schellert (-40 kg) gewannen Kampf um Kampf und fanden sich dann in ihrer Gewichtsklasse im Halbfinale wieder. Leider behielten dort noch ihre Gegnerinnen sehr knapp die Oberhand. Jedoch im Kampf um Platz drei behielten die Athletinnen, unter den wachsamen Augen ihrer Trainerin Kerstin Doetsch, die Konzentration und brachten die Bronzemedaille sicher nach Hause.

Motiviert durch die Erfolge ihrer Verbandskolleginnen startete am Sonntag die männliche Jugend unter 17 Jahren. Hier waren für den Judoverband Rheinland am Start: Robin Coßmann (JC Vulkaneifel, -55 kg), Michael Ovsjannikov (JC Vulkaneifel, -55 kg), Adrian Eckert (Mombacher TV, -60 kg), Rustem Kempirbaev (JC Vulkaneifel, -60 kg), Robin Steinebach (ESV Siershahn, -66 kg), Alexander Schwarz (JC Vulkaneifel, -73 kg), Aaron Franken (JJC Mendig, -81 kg), Kevin Rudolph (TGM Gonsenheim, -81 kg), Marcel Weil (Mombacher TV, - 90 kg) und Andre Schmidt (RW Koblenz, +90 kg).

Auch bei den männlichen Athleten kamen die Kämpfer Adrian Eckert, Rustem Kempirbaev, Michael Ovsjannikov, Kevin Rudolph, Andre Schmidt, Alexander Schwarz und Robin Steinebach mit ihren Gegner und dem erhöhten Druck vor heimischem Publikum nicht zurecht und schieden frühzeitig aus. Aaron Franken legte an diesem Tag einen sehr guten Start hin. Schnell fand er sich in der Hauptrunde wieder und wurde erst im Viertelfinale gestoppt, bei dem er sich leider eine Verletzung zuzog, die ärztlich versorgt werden musste. Er erzielte einen hervorragenden 7. Platz.

Robin Coßmann startete mit einem schnellen Sieg in den Wettbewerb und fand sich nach weiteren Erfolgen im Halbfinale wieder. Hier musste er die Überlegenheit seines Gegners anerkennen und den Weg in die Trostrunde antreten. Im sogenannten kleinen Finale, dem Kampf um den dritten Platz, hielt er seinen Gegner Fabian Schmitz aus Nordrhein Westfalen gut in Schach und beendete den Kampf siegreich mit mehreren mittleren Wertungen. Der verdiente Lohn war die Bronzemedaille.

Während sich die kräftigen Windböen in der Eifel um den Nürburgring nun immer weiter verschärften und sich der Sturm Xynthia zu einem Orkan weiterentwickelte, fegte auch Marcel Weil in der ring°arena durch das Teilnehmerfeld seiner Gewichtsklasse. Er stürmte wie Orkan Xynthia nach vorne und fand sich nach ungefährdeten Siegen schließlich in Finale wieder. Dort kämpfte er verbissen und ließ seinem Gegner kaum eine Sekunde lang eine Pause. Nach 4 Minuten Kampfzeit war es dann schließlich vollbracht. Deutscher Meister in der Gewichtsklasse bis 90 kg der männlichen Jugend unter 17 Jahren heißt Marcel Weil.

Der Judoverband gratuliert dem neuen Deutschen Meister 2010 sowie den drei Bronzemedaillen-Gewinnerinnen und –Gewinnern. Die Gratulation geht ebenso an alle anderen Athletinnen und Athleten für ihren großen sportlichen Einsatz mit vielen schönen Kämpfen.

Kein Event in dieser Größenordnung geht ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer. Der Verband konnte auf ca. 180 Freiwillige zählen, die beim Auf- und Abbau, sowie bei der Organisation der Veranstaltung unermüdlich zur Stelle waren.

Des Weiteren unterstützten ca. 20 JVR-Kampfrichter als Listenführer die 40 Kampfrichter des Deutschen Judo-Bundes.

Das Andernacher Stadtorchester umrahmte zur Begeisterung Aller die Veranstaltung mit mitreißenden Rhythmen und verlieh der Siegerehrung die entsprechende Würdigung.

Keine Veranstaltung geht ohne die Sorge um das leibliche Wohl. Der Catering-Service Guido Gräf bedachte uns mit köstlichen Speisen und verwöhnte damit aller Gaumen als Lohn für den großen organisatorischen Einsatz und natürlich auch die der Ehrengäste.

Und unser letzter großer Dank geht an unsere zahlreichen Sponsoren, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung gar nicht erst möglich gewesen wäre. So mancher hat sich überhaupt erst bei den Wettkämpfen ein erstes Bild von unserer schönen Sportart Judo gemacht. Darunter geht auch noch mal ein Dank an die Nürburgring GmbH, die einen tollen Service rund um den Wettkampf geboten hat. Neben den Aktiven der Veranstaltung waren die ca. insgesamt 1.200 Zuschauer an diesem Wochenende bestens betreut. Selbst die durch den Orkan verursachten gebietsweisen Stromausfälle hatte sie umgehend mit ihrem Notfallplan unter Kontrolle, sodass die Veranstaltung seitens der Nürburgring GmbH keinerlei Einbußen hatte.

Das Resümee dieser Veranstaltung lautet einstimmig: „Es war eine wunderschöne und gelungene Veranstaltung!“

(Text: MS)

erstellt: Dirk Neibecker, 01.03.2010
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